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Wann haben Sie zum letzten Mal mit ihrem Kind gespielt, zusammen mit ihm getobt, zusammen gelacht? Egal wie alt Ihr Kind ist, ob ein Jahr, sechs Jahre oder vielleicht zwölf, Kinder lieben es zu spielen. Gemeinsam mit anderen spielen, sei es mit den Eltern, den Geschwistern oder Freunden, ist für Kinder ganz wichtig. Denn es schafft Kontakt und Austausch, Nähe und Vertrauen – die Grund-lagen für unsere Beziehung zu anderen.

Solange Kinder noch sehr klein sind, finden sie ihre Spielgefährten in der unmittelbaren Umgebung, vor allem in der Familie. Die Eltern reden, lachen, scherzen mit dem Kind und es antwortet auf seine Weise. In dieser frühen Form von „Spiel“ lernen sich Eltern und Kind immer besser kennen und ihre Bindung wird gestärkt. Später sind Eltern dann zunehmend als Mitspieler gefragt, die sich von den Ideen und der Spiellust ihres Kindes anstecken lassen und seinen „Spielregeln“ folgen.

Zu spielen versetzt Menschen in eine andere Welt mit eigenen Regeln und Erlebnissen. Es ist eine Auszeit aus dem Alltag, dem Spiel widmet man sich ganz und gar. Alle Spielteilnehmer sind dabei gleich, egal wie alt sie sind, eben auch Eltern und Kinder. Regeln werden vereinbart und müssen eingehalten werden. Der Erwachsene ist durchaus nicht immer der Überlegene, weil er beispiels-weise entwicklungsbedingt beim Laufen schneller ist, sondern Kinder verfügen über ganz eigene Kompetenzen. Beim Memory-Spielen etwa zeigt sich eine viel schnellere bildliche Auffassungsgabe von Kindern, so dass sie viel öfter gewinnen.

Väter spielen anders als Mütter. Darin sind sich Familienforscher einig, auch wenn die Gründe dafür umstritten sind. Väter spielen meist „wilder“ und „körperlicher“ mit ihren Kindern, während es vielen Müttern darum geht, dass ihr Kind im Spiel Bestätigung und Erfolg erlebt. In manchen Familien geht es aber auch ganz anders zu. Da wird mit Mama getobt und Papa liest am liebsten vor. Der Spieltyp eines Erwachsenen wird schließlich nicht nur vom Geschlecht geprägt.

Manche Eltern spielen gern, anderen liegt das weniger und viele haben einfach wenig Zeit. Außer-dem ist jeder anders und hat seine eigene Art. Ganz gleich, welch ein „Spieltyp“ Sie sind: Sie müssen und sollten nicht ständig Programme oder fertige Spielideen für Ihr Kind bereithalten, denn ein gesundes Kind steckt voller eigener Ideen. Beobachten Sie einfach Ihr Kind und lassen Sie sich auf seine Ideen ein. Überlassen Sie ihm die Regie und seien Sie in erster Linie ein guter Mitspieler oder eine gute Mitspielerin. Und: Weniger ist oft mehr! Ihrem Kind ist es lieber, Sie spielen kurz, aber mit ungeteilter Aufmerksamkeit mit ihm, als wenn Sie nur halbherzig bei der Sache sind.

Neben vielen Spielideen, die man im Internet findet, hier ein paar kleine Anregungen:
  • Wenn im Garten etwas Gefälle vorherrscht, kann man aus einer Plastikplane und einer Gießkanne mit Wasser eine Wasserrutsche für die Kleinen bauen.
  • Gruppenspiele gibt es ja unzählige wie Verstecken, „Ochs am Berg“ oder Fangen. Eine Variante des Fangens besteht darin, dass jedes Kind in seiner Hosentasche ein Taschentuch heraushängen lässt, und man versucht, diese Tücher den anderen abzujagen. Wer am meisten Tücher ergattert hat, gewinnt. Statt Tüchern taugen auch Wäscheklammern.
  • Auf Schnitzeljagd oder Schatzsuche geht jedes Kind gerne, egal wie alt es ist. Erkunden Sie das Gelände, legen Sie eine Route fest und kennzeichnen Sie sie mit Stöcken oder Zetteln, so dass die Kinder den Weg finden. An der Zielstation ist dann ein „Schatz“ vergraben, eine Süßigkeit oder ein kleines Spielzeug. Oder Sie schicken zwei Gruppen los und die schnellere gewinnt.

Über Ihre Erfahrungen beim gemeinsamen Spielen können Sie sich mit anderen Eltern austauschen. Einfach melden über elterntalk@koja-as.de.

Wirtschaft und Kulturforum pro Su-Ro e.V.
1. Vorsitzender Kurt von Klenck
Frühlingstraße 12
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