25.02.2026
Gespräche in geselliger Runde, im Restaurant oder bei Familienfeiern sind
für viele Menschen anstrengend. Stimmen gehen im Hintergrundlärm unter, das Zuhören kostet
Kraft und nach kurzer Zeit fällt es schwer dem Gespräch zu folgen. Oft liegt die Ursache nicht im
Ohr, sondern in der Verarbeitung der Hörinformationen im Gehirn. Wie gezieltes Hörtraining hier
helfen kann, erklärt Hörakustik Honisch im Gespräch mit dem Bergstadtboten.
Bergstadtbote (BB): Wie hilft mir das Hörtraining
konkret?
Firma Honisch (FH): Das Gehirn ist lernfähig, kann
aber durch einen Hörverlust, Erkrankungen oder
Medikamente blockiert werden. Durch gezielte
Trainingsprogramme wird die Verarbeitung von
Hörinformationen wieder aktiviert. Ziel ist es
Sprache klarer wahrzunehmen, Hintergrundgeräusche
besser auszublenden und dem Gehirn beizubringen
wieder aktiv mitzuarbeiten. Auch können wir mit
dem Training Tinnitus, Schlafstörungen und AVWS
therapieren.
BB: Woran merke ich, dass ein Hörtraining sinnvoll wäre?
FH: Typische Anzeichen sind schnelle Ermüdung beim Zuhören, hohe Ablenkbarkeit und der
Rückzug aus Gesprächen. Auch Überempfindlichkeit gegenüber Geräuschen, Probleme beim
räumlichen Hören oder schlechtes Sprachverstehen trotz Hörgeräte können Hinweise sein.
BB: Wie genau läuft ein Hörtraining bei Ihnen ab?
FH: Zunächst erfolgt ein Screening-Test mit anschließender Analyse. Daraufhin erstellen wir einen
individuellen Trainingsplan. Es folgen wöchentliche Kontrollen bei uns vor Ort sowie tägliche
Übungen zu Hause. Die Dauer liegt zwischen vier und zwölf Wochen.
BB: Für wen ist das Training geeignet und wie kann ich
starten?
FH: Es ist für Menschen mit und ohne Hörverlust, die im Alltag
Probleme beim Verstehen haben, denn viele möchten Gespräche
wieder entspannter erleben. Vereinbaren Sie einen ersten
unverbindlichen Termin bei einem unserer Hörtherapeuten. Wir
führen eine ausführliche Anamnese durch und besprechen den
Therapieablauf.
Bildunterschrift:
Unsere Hörtherapeuten machen Ihr Gehör wieder fit
(v.l.n.r.: Marco Honisch, Jasmin Schmidt und
Natalina Heinemann)