NEIN! Das Lieblingswort unserer Kinder… - pro Su-Ro

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NEIN! Das Lieblingswort unserer Kinder…

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NEIN! Das Lieblingswort unserer Kinder…

„Zieh dich bitte an.“ „NEIN!“, „Räum den Teller in die Küche.“ „NEIN!“
Egal, was wir unserem Kind sagen, es widerspricht und fängt an zu diskutieren. Am Anfang versucht man als Eltern noch ruhig und gelassen zu bleiben, aber in manchen Situationen endet es in einem Machtkampf. Es ist zeitraubend und kostet Nerven. Beide Seiten sind wütend und die Sachlage eskaliert meist.

Warum widerspricht mein Kind und wie sollen wir als Eltern reagieren?

Unsere Kinder entdecken früher oder später ihren eigenen Willen. Es möchte eigenständig sein und eigene Entscheidungen treffen. Zudem macht jedes Kind eine Trotzphase durch. Diese beginnt meist im Alter von zwei Jahren und dauert ca. bis zum vierten Lebensjahr.

Vielleicht fühlt sich das Kind aber auch ungerecht behandelt, weil wir Eltern einen Fehler gemacht haben. In solchen Situationen müssen wir unser Verhalten reflektieren. Und dann aber auch fair sein und die eigene falsche Entscheidung zugeben. Schließlich verlangen wir das von den Kindern auch und sollten tagtäglich ein gutes Vorbild für sie sein.

In manchen Situationen kann man auch nachgeben. Ist es wirklich ein Problem, wenn mein Kind noch 5 Minuten länger Fußball spielt? Wie kann ich meinen Alltag entlasten oder anders strukturieren, um trotz solcher Zwischenfälle nicht in Zeitnot zu geraten? Durch einen gut geregelten Tagesablauf können bereits viele Konfliktsituationen entspannt oder sogar vermieden werden.

Allerdings gibt es natürlich auch Situationen, in denen es für uns Erwachsene wichtig ist, konsequent zu bleiben. Dabei aber möglichst ruhig und gelassen, das schont die Nerven. Als Erwachsener hat man eine Machtposition inne, die man klar und fair vertreten muss. Eine feste Regel bleibt bestehen, auch wenn der Weg nicht immer angenehm und einfach ist. Beispielsweise ist es schlicht eine Pflicht für alle, sich im Auto anzuschnallen, auch wenn das Kind gerade keine Lust dazu hat. Eine Diskussion ist hier überflüssig, das Kind muss sich anschnallen!

Ganz wichtig ist es, mit seinem Kind zu sprechen und stets sein Verhalten zu hinterfragen. Hinter den meisten Widersprüchen steckt ein Grund. Vielleicht ist in der Spielgruppe etwas vorgefallen und das Kind möchte deshalb nicht mehr hin?

Obwohl dieser Zeitabschnitt für Eltern viel Stress bedeutet, ist er wichtig für die natürliche Entwicklung des Kindes. Es prägt seinen eigenen Willen aus und muss lernen, mit seinen Emotionen klar zu kommen. Nur so kann das Kind zu einem autonomen und selbstbestimmten Menschen heranwachsen.
Und, nicht vergessen, alle Eltern haben die gleichen Schwierigkeiten. Reden sie deshalb miteinander, bleiben sie im Gespräch, seien Sie ehrlich und offen für Tipps und Tricks anderer Familien.

Wenn sie sich einfach mal mit anderen Eltern unterhalten möchten, dann nehmen sie doch Elterntalk in Anspruch. Mehr dazu erfahren sie unter www.elterntalk.net oder bei der Kommunalen Jugendarbeit, Landkreis Amberg-Sulzbach, 09661/52858, Ansprechpartnerinnen: Anita Kinscher und Gisela Sassenhausen.
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